Die Wirtschaftlichkeit einer Forstbetriebsgemeinschaft hängt nicht nur vom Holzpreis und den Vorräten ab, sondern auch von einem guten Management. Wichtige Instrumente des Managements und einige Beispielkalkulationen werden im folgenden vorgestellt.

Ein Wirtschaftsplan stellt geplante Aufwände den erwarteten Erträgen einer FBG gegenüber und leitet daraus das Betriebsergebnis ab. In der Regel dominieren auf der Ausgabenseite die Personalkosten. Auf der Erlösseite stehen Holzverkaufsentgelte, Bündelungsprämien und Transferzahlungen.

Die Leistungsentgelte für die Vermittlung von Holzverkaufsgeschäften stellen (künftig verstärkt) die Haupteinnahmequelle für eine FBG dar. Diese müssen so gestaffelt sein, dass sowohl der kleine wie auch der mittlere und größere Waldbesitz einen Anreiz haben, sich einer gebündelten Vermarktung anzuschließen.

Die Holzvermarktung umfasst mehr als nur den Verkauf des eingeschlagenen Rundholzes. Unter der Vermarktung ist das Verkaufsgeschäft als Ganzes zu sehen. Sie beginnt mit der Kundenrecherche, und geht weiter über die Kontaktaufnahme bzw. -pflege, die Vertragsverhandlung, die Organisation der Belieferung bis hin zur Abrechnung.

Eine nach Waldbesitzern getrennte Abrechnung ist aufwändig: viele Waldbesitzer stehen nur wenigen Käufern gegenüber. Dabei stellen die unterschiedlichen Verfahren verschiedene Ansprüche an die Abrechnung. Wichtige Dokumente sind die Holzliste, die Gutschrift, die Rechnung und die Abrechnung der Dienstleister.

Jeder Betrieb muss seine Ausgaben und Einnahmen für das Finanzamt dokumentieren. Je nach Rechtsform und Größe gibt es hierfür unterschiedliche Anforderungen. Dabei muss geklärt werden, wer welche Aufgaben innerhalb der Dokumentation der Finanzströme übernimmt und wie die Finanzbuchhaltung datentechnisch zu integrieren ist.

Durch eine betriebswirtschaftliche Nachkalkulation kann für jede Hiebsmaßnahme bzw. jeden Nutzungsblock der Deckungsbeitrag errechnet werden. Das Controlling umfasst daneben auch den Vergleich von Plan- und Istdaten des Wirtschaftsplans und verbessert so die Möglichkeiten den Betrieb zu steuern.

Die betriebswirtschaftlichen Mobilisierungskosten beinhalten die Personal-, Sach- und Dienstleisterkosten. Diese müssen durch die Einnahmen aus den Verkaufsentgelten und Transferzahlungen kompensiert werden. Der Bezug auf die mobilisierte Holzmenge schafft Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen.

EDV-Expertenlösungen stellen in Unternehmen heutzutage eine wichtige Grundlage für die Dokumentation, Analyse und Steuerung der Finanz- und Mengenströme dar. Auch für effizient arbeitende Forstbetriebsgemeinschaften stellt sich die Frage nach der Beschaffung von derartigen Softwaresystemen.