Beratung der Waldbesitzer im Wald

Grundfragen einer erfolgreichen Ansprache

Für den Erfolg der Ansprache sind die Kenntnisse der speziellen Situation und der Interessen- und »Motivlage der Waldbesitzer (frühere Nutzungen, Mitgliedschaft im forstwirtschaftlichen Zusammenschluss, Wohnort etc.) eine wichtige Grundlage. Aus diesen Kenntnissen ergibt sich, welche Formen und Instrumente zur Ansprache des Waldbesitzers auszuwählen sind.

Erstkontakt oder wiederholte Ansprache?

Beim Erstkontakt muss der Waldbesitzer zumindest mit den Akteuren und ihren Aufgaben im Rahmen einer Nutzung vertraut gemacht werden. Da »Forstverwaltungen ihre Organisationsstrukturen anpassen, Revierzuschnitte sich ändern und auch die Forstbetriebsgemeinschaften im Wandel sind, müssen  dem Waldbesitzer aktuelle und relevante Informationen vermittelt werden.

Werden als Nutzer bereits erfahrene Waldbesitzer angesprochen, kann direkt und konkret auf die aktuelle Nutzungsmaßnahme (Sortierblätter, Preise oder potentielle Abnehmer) verwiesen werden. Diese bereits erfahrenen Waldbesitzer lassen sich häufig auch in die Vorbereitung einbeziehen, indem sie aktiv ihre Grundstücksnachbarn ansprechen und die Vorteile einer gemeinsamen Nutzung darstellen.

Lokaler Waldbesitzer oder Ausmärker?

Viele Waldbesitzer haben vor Ort noch enge Bindungen an ihren Wald, sind selbst in der Nutzung aktiv oder haben eigenen Bedarf an Brenn- oder Bauholz. Diese typischerweise landwirtschaftlich ausgerichteten Waldbesitzer werden jedoch weniger.

Waldbesitzer ohne Nutzungsbezug oder außerhalb wohnende Waldbesitzer stellen eine wachsende Gruppe dar. Fehlende Kontaktdaten, Nicht-Erreichbarkeit während der üblichen Dienstzeiten, ausbleibende Reaktionen auf Anschreiben charakterisieren diese Gruppe. Oftmals kennt dieser neue Typus des Waldbesitzer weder das »Flurstück noch die genauen »Parzellengrenzen. Neue und angepasste Formen der Ansprache sind hier notwendig.

 

Weiterführende Links und Literatur