Die Mobilisierungsphasen - im Detail
Die Wahl der Anspracheform
Für die Wahl der Anspracheform der Waldbesitzer lassen sich keine festen Regeln aufstellen. Es hängt nicht nur von der Phase der Mobilisierung, sondern auch vom Informationsstand der Waldbesitzer ab, welche Anspracheform mehr und welche weniger geeignet sein kann. Auch haben Betreuungsförster und FBG-Personal ihre persönlichen Vorlieben für Anspracheformen. Nichts desto trotz soll mit nachstehender Tabelle versucht werden aufzuzeigen, welche Formen sich für welche Phase als besonders geeignet herausgestellt haben:
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Tipp: Ansprache in den verschiedenen Mobilisierungsphasen |
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Phase |
Zuständigkeit |
Methoden |
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Vormobilsierung |
Ansprache durch Orstvertrauensleute; vorbereitet und koordiniert mit Hilfe des Forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses |
Persönliche Ansprache, Versammlungen der Ortsgruppen, Veröffentlichungen in den Gemeindeanzeigern |
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Mobilisierung |
Betreuungsförster mit Unterstützung durch den Forstwirtschaftlichen Zusammenschluss |
Anschreiben zu einem konkreten Nutzungsblock; Adressen aus dem Liegenschaftsbuch; Zusammenstellung des Nutzungsblockes in Absprache mit Forstwirtschaftlichen Zusammenschluss |
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Nachmobilisierung |
Betreuungsförster |
Persönliches Gespräch oder Telefonat, angesprochen werden Personen, die unentschlossen bis skeptisch auf die Erstanfrage reagierten |
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Zweitmobilsierung |
Forstwirtschaftlicher Zusammenschluss mit Unterstützung durch den Betreuungsförster |
Durch Anschreiben werden die Waldbesitzer zu einem wiederholten Eingriff motiviert; der Bezug zu den vorangegangenen (erfolgreich durchgeführten) Nutzungsmaßnahmen wird hervorgehoben |
Erfolgversprechendes Nachhaken im laufenden Nutzungsprozess
Die Erfahrungen zeigen, dass besonders skeptische Waldbesitzer sich eher durch konkrete Vorbilder und Beispiele zu einer Nutzung motivieren lassen, wenn eine differenzierte Ansprache bisher nicht erfolgreich war.
Dafür hat sich die sogenannte Nachmobilisierung sehr bewährt, d.h. die Ansprache während einer bereits laufenden Nutzungsmaßnahme. Dazu werden bisher nicht überzeugte Waldbesitzer während der laufenden Nutzungsmaßnahme nochmals gezielt angesprochen und gebeten, sich die Ergebnisse vor Ort anzusehen. Dabei können bereits nutzende Waldbesitzer oft zusätzliche Überzeugungsarbeit leisten.
Nachstehend ein Beispiel aus dem Mobilisierungsprojekte Lausitz des HAF, in dem festgehalten wurde, wie viele der Waldbesitzer sich durch einen ‚zweiten Anlauf’ motivieren ließen.
| Aus der Praxis: Nachmobilisierung |
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[Nr. 3.1] Inhalt Im Jahr 2006 wurde im HAF-Mobilisierungsprojekt Lausitz der Aufwand der Mobilisierung dokumentiert. Dabei wurde zwischen Erst- und Nachmobilisierung, also der zweiten Ansprache während der laufenden Nutzungsmaßnahme, unterschieden. Die Ansprache erfolgte durch den staatlichen Betreuungsförster. Die Waldbesitzer wurden telefonisch oder direkt angesprochen. Unternehmereinsatz, Nutzungskontrolle und Abrechnung erfolgten durch die örtliche FBG. Ergebnisse
Fazit Es zeigte sich, dass durch die wiederholte Ansprache die Hälfte der zunächst skeptischen oder gegen eine Nutzung eingestellten Waldbesitzer für die Nutzung gewonnen werden konnte. Die Waldbesitzer, vor allem die örtlich ansässigen, nutzen die Gelegenheit zur Besichtigung der laufenden Nutzungsmaßnahme. Der Nachbar, der sich ebenfalls an der Nutzungsmaßnahme beteiligt, der lokale Unternehmer, der Revierleiter des nahegelegenen Forstamts, die örtliche FBG usw. sind Faktoren, die aus einer zunächst eher abstrakt scheinenden Anfrage eine konkrete, lokal verortete Nutzung machen. Der Schluss liegt nahe, dass dieses Instrument - noch konsequenter und standardisiert eingesetzt - die Beteiligungsquote an gebündelten Nutzungsvorhaben deutlich erhöhen würde. Kontakt Axel Krähenbrink, Holzabsatzfonds
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