Unter Nutzung fallen alle Tätigkeiten ab der Einverständniserklärung des Eigentümers bis zur Bereitstellung des verkaufsfähigen Rohholzes am vereinbarten Ort der Übergabe. Es geht um die Holzernte, die Holzsortierung und die Holzbereitstellung.

Die zur Nutzung vorgesehenen Privatwaldgrundstücke sind in ihrer Lage und in ihrem Grenzverlauf bekannt. Die Besitzer haben den schriftlichen Auftrag zur Nutzung unterschrieben. Die Vermarktung des Holzes ist gesichert; Vorverträge über Preise, Holzmengen und Sortimente liegen vor.

Die Organisation des Holzeinschlags und der Verkauf des Holzes im Kleinprivatwald sind nur dann effizient durchführbar, wenn auf angrenzenden Flächen genutzt wird. Günstige Konditionen sind nur zu erzielen, wenn Mindestflächen zusammenkommen und an Abfuhrorten gebündelte Mindestmengen bereitgestellt werden können.

Finden die Holzernte- oder Pflegemaßnahmen direkt an Straßen statt, so sind diese aus Sicherheitsgründen zu sperren. Bei öffentlichen Straßen ist dafür die Genehmigung der zuständigen Straßenverkehrsbehörde notwendig. Die zuständige Behörde kann man etwa auf den Landratsämtern erfragen.

Die Holzaufnahme umfasst die Vermessung und die Güteeinteilung des geernteten Holzes. Diese Arbeiten sind durch das Fachpersonal der FBG oder des betreuenden Försters vorzunehmen. Die Daten werden überlicherweise direkt im Wald in ein mobiles Datenerfassungsgerät (MDE) eingegeben.

In vielen Fällen sind private Waldbesitzer daran interessiert, bei der Holzaufarbeitung Eigenleistungen zu erbringen. Eigene Arbeitskraft und eigene Maschinen können eingesetzt und somit Kosten gespart werden. Aber auch andere Motive, wie Freude an der Arbeit im eigenen Wald, spielen häufig eine Rolle.

Schon während einer Nutzungsmaßnahme und besonders nach ihrem Abschluss ist eine intensive Kontrolle und Besprechung der Egebnisse mit allen Beteiligten notwendig. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist ein geführter Abschlussbegang mit den Waldbesitzern, die sich am Mobilisierungsvorhaben beteiligt haben.

Große Kalamitäten bringen zumeist starke Marktbewegungen mit sich; die Preise sinken oftmals innerhalb kürzester Zeit drastisch. Auch wenn das Schadensereignis nicht unmittelbar die eigene Region betrifft, ergeben sich oftmals Probleme bei Holzernte und Transport.