Blockweises Vorgehen im Detail

Zu Beginn der Maßnahmenplanungen steht die Zusammenstellung der Ernteflächen zu »Nutzungsblöcken. Da es sich bei den Mobilisierungprojekten um Nutzungen im Klein- und Kleinstwaldbesitz handelt, müssen die Hiebsflächen gebündelt werden (siehe auch »Überwindung der Kleinparzelliertheit).

Bei Erntemengen von 30 bis 70 Efm/ha und einer geforderten Hiebsmenge nicht unter 500 fm ergibt sich eine Mindestflächengröße von etwa 10 Hektar.

Die Entfernung zwischen den Flächen, die in einem Nutzungsblock zusammengefasst werden, muss so gewählt werden, dass die Umsetzung der Holzerntetechnik (Harvester / Forwarder) auf der Achse erfolgen kann.

 

Empfehlung: Vorteile von Nutzungsblöcken

  • durch Nutzungsblöcke besteht erst die Möglichkeit kleinste Waldbesitzparzellen in Durchforstungs- und Endnutzungsmaßnahmen einzubeziehen.
  • die gebündelte Ansprache in einer Gemarkung kann durch Schlüsselpersonen oder Ortschaftsräte effizient unterstützt werden (Schneeballsystem)
  • Gruppendynamik kann zu hohen Beteiligungsraten führen
  • erfolgreiche Nutzungen führen in anderen Kommunen zum Wunsch, ebenfalls Nutzungsmaßnahmen durchführen zu wollen
  • die Zusammenfassung von Flächen ist für Unternehmer attraktiv und schafft Verhandlungsspielräume
  • zunehmende Erfahrung mit Nutzungsblöcken hilft bei der Jahresplanung und unterstützt die Preisverhandlungen mit den Holzkäufern
  • Mengenbündelung ermöglicht eine effiziente Abwicklung der Abrechnung in Form eines Hiebes
  • die räumliche Konzentration von Holzmengen vereinfacht die Nutzungskontrolle
  • große Holzmengen an einem Ort erleichtern die Transportlogistik
  • bei der Auswahl von Nutzungsblöcken wird der Bedarf an Erschließung in bislang weniger genutzten Regionen erkannt
  • für Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse eröffnet das gebündelte Vorgehen gegenüber dem Ansatz des 'Rosinenpickens' (z.B. nur Waldbesitzer über 5 ha sind wirtschaftlich interessant) eine größere Wirtschaftsbasis.