Kalamitäten im Detail

Der Einzelfall wird immer spezifische Erfordernisse an einen forstwirtschaftlichen Zusammenschluss stellen. Für im Kerngebiet einer Kalamität liegende Forstflächen gelten andere Aspekte als für Regionen, die nicht von Sturm oder Käfer, jedoch vom Marktgeschehen mit betroffen sind.

Generelle Empfehlungen, was zu tun ist, lassen sich für die Phase unmittelbar nach einer Großkalamität geben:

 

Empfehlung: Vorbereitungen für eine mögliche Kalamität

Schäden feststellen
Durch eine Befliegung lässt sich erkennen, ob es sich um nesterweise Würfe oder um flächige Schäden handelt.

Hilfe anfragen
Ansprechpartner bei den Forstbehörden müssen angefragt werden, in welcher Form gesetzliche Maßnahmen wie Logistikhilfen oder das Forstschädensausgleichsgesetz zur Geltung kommen.

Informieren der Waldbesitzer
Dem Bedürfnis der Waldbesitzer nach Information muss Rechnung getragen werden. Es sollte eine mehrstufige Hilfe angeboten werden.

Information im Schneeballsystem
Ein 'first-level-support' muss über die Ortsvertrauensleute gewährleistet sein. Dazu müssen diese telefonisch erreichbar und informiert sein. Durch Information dieses Personenkreises kann sich der Geschäftsführer eines Forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses sehr viele Telefonate sparen.

FBG als Zentrale
Für Anfragen der Ortsvertrauensleute, der Abnehmer oder Unternehmer muss der Geschäftsführer oder Personal des FBG-Büros zur Verfügung stehen. Erweiterte Zeiten der Ansprechbarkeit sind selbstverständlich. Evtl. muss temporär zusätzliches Personal für das Telefon bereitgestellt werden.

Medien als Informationsverteiler
Pressemitteilungen vor allem an die lokale Presse und die zumeist wöchentlich / 14-tägig erscheinenden landwirtschaftlichen Zeitschriften müssen sofort und regelmäßig versandt werden.

Aufarbeitung von Kleinstflächen
Bei Kleinstanfällen und nesterweisen Ereignissen sollten die Waldbesitzer auch selbst motiviert werden, das Holz aufzuarbeiten.

Aufarbeitung von Großflächen
Unternehmer sollten gebündelt in größeren Flächen eingesetzt werden. Kartenmaterial muss dazu vorbereitet werden.

Abfuhr sichern
Es muss garantiert sein, dass die Abfuhrwege freigemacht werden.

Kooperation aller Akteure
Evtl. müssen die Unternehmer unterstützt werden durch ein vorangegangenes Abstocken von entwurzelten Bäumen. Dies sollte nur unmittelbar vor der Nutzung erfolgen, um die natürliche Konservierung zu erhalten.