Kontrolle im Detail

"Wer schreibt der bleibt" heißt ein altes Sprichwort - dies gilt insbesondere bei Kontrolltätigkeiten. Mindestens zur Abnahme der Maßnahme sollte ein Protokoll angefertigt werden, das die besprochenen positiven wie negativen Auffälligkeiten umfaßt und besonders die besprochenen und abgestimmten Konsequenzen.


Folgende Punkte sollten bei der Kontrolle des Einsatzes beachtet werden:

 

Prüfliste: Kontrolle von Nutzungsmaßnahmen

Qualität des Eingriffs

  • War das Holzernteverfahren das richtige?
  • Wurden nur die Bäume entnommen, die gekennzeichnet waren?
  • Wie hoch wurden die Stöcke belassen?
  • Wie viele Bäume des verbleibenden Bestandes sind beschädigt?
  • Wurden sogar Z-Bäume beschädigt?
  • Wurde die Verjüngung geschont?
  • Wurden die Hiebsreste wie vereinbart behandelt (z.B. Durchlaufenlassen wegen Käfergefahr)?
  • Wurde nur auf den Gassen gefahren?
  • Wurde die Befahrbarkeit der Gassen erhalten?
  • Wurden die Wege und Gräben aufgeräumt und abgeschoben?
  • Was für einen Gesamteindruck macht die Hiebsmaßnahme?

Qualität der Aufarbeitung und Aushaltung

  • Waren die Längen und Zumaße korrekt?
  • Wurden die Stock- und Zopfmaße eingehalten?
  • Wurden die Sortimente im Bestand sinnvoll abgelegt?
  • Sind Hölzer im Waldbestand liegen geblieben?
  • War die Aufastungsqualität ausreichend?
  • War die Polterung und Präsentation des Holzes in Ordnung?
  • War die Abfuhr des Holzes reibungslos?

Qualität der Organisation

  • Wurde ein Arbeitsauftrag erstellt und an alle relevanten Personen verteilt?
  • Waren alle Vorbereitungen im Vorfeld der Maßnahme abgeschlossen (Auszeichnen, Gassenanlage, Ausweisung Polterplätze, Grenzmarkierung, etc.)?
  • Lagen für alle anfallenden Soritmente Verkaufsverträge vor?
  • Wurden die Waldbesitzer umfassend genug informiert?
  • Traten während der Maßnahme Fragen oder Beschwerden auf und wurde angemessen reagiert?