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GIS- Geographisches Informationssystem

Was ist ein GIS?

Ein Geographisches Informationssystem (GIS) ist ein Informationssystem, mit dem raumbezogene Daten digital erfasst und bearbeitet werden können. Vor allem bei der Erstellung von Karten hat sich das GIS in der Vergangenheit als wertvolles Arbeitsinstrument für die Forstwirtschaft entwickelt.

Waldorte (z.B. Polterplätze) oder Waldflächen (z.B. Nutzungsblöcke) können in einem GIS über deren Geodaten (z.B. durch die Bestimmung der Gauß-Krüger-Koordinaten des Waldortes mit Hilfe von GPS) in digitale Luftbilder (Orthophotos) übertragen werden.

Unterschieden werden vektor- von den rasterbasierten

Die Bedeutung von GIS für die Forstwirtschaft

In der Kommunalplanung und im Bereich der Umweltinformationssysteme ist GIS heute nicht mehr wegzudenken. Aber auch in der deutschen Forstwirtschaft spielen Geoinformationssysteme seit etwa 15 Jahren eine immer wichtigere Rolle.

GIS-Systeme werden heute vor allem im Bereich des größeren Privatwaldes für die Planung von Holzerntemaßnahmen eingesetzt. Zunehmend liegen auch bei der öffentlichen Forstverwaltung Bestandeskarten in digitalisierter Form vor; sie können in einem GIS betrachtet und bearbeitet werden. In den Forstverwaltungen dienen Geoinformationssysteme jedoch (noch) überwiegend nur dem Erstellen von Karten.
Auch im Bereich der Logistik gewinnt der Einsatz von GIS in Kombination mit GPS an Bedeutung. So können etwa die Fuhrunternehmer das Wegenetz des Waldes als georeferenzierte Vektordaten erhalten und so problemlos eingezeichnete Polter auffinden.

Das Instrument GIS im Einsatz bei der Bündelung von Holzmengen

Für die Bündelung von Holzmengen können durch den Einsatz von GIS Arbeitshilfen geschaffen werden, die das Auffinden und die Ansprache des Waldbesitzers erleichtern. Durch die Verschneidung der Waldbesitzgrenzen  (vektorisierte Flächendaten aus dem ALK) mit den Waldbesitzerdaten kann speziell für die Mobilisierung geeignetes Kartenmaterial (Abbildung Kartenschnitte Bitburg) erstellt werden.

Wie in der Landwirtschaft (dort fördermittelrelevant durch den Bezug zu Flächenprämien) kann mit dem  Waldbesitzer anhand des Luftbildes über die Durchforstungs- oder Nutzungsdringlichkeit seiner Parzellen gesprochen werden.

Durch die Abbildung von Parzellen im GIS, mit entsprechenden Koordinaten, besteht auch die Möglichkeit, diese mittels GPS im Gelände aufzufinden (siehe »Auffinden von Flurstücken). Betreuungsförster, Mitarbeiter von Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen und Dienstleister können somit über Waldorte und Anfahrtswege in Form von Datenpunkten  kommunizieren (Verknüpfung zu ‚TOP 50’) und den Abstimmungsaufwand bei der Durchführung und Kontrolle von Erntemaßnahmen reduzieren.

Für einen späteren Zeitpunkt sollte die Möglichkeit der Integration einer Navigation (Verknüpfung zu ‚NAVLOG’) bestehen.