Abschlussbericht

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Projektabschlussbericht
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Zusammenfassung des Projektabschlussberichtes
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Projektimpressionen

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Mobilisierungsprojekte "Eifel" und "Lausitz"

Im Jahre 2005 wurde vom Holzabsatzfonds ein Projekt zur beispielhaften Holzmobilisierung initiiert. In zwei Regionen Deutschlands sollte der Frage nachgegangen werden, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine wirksame Rohholzmobilisierung aus dem Kleinprivatwald gegeben sein müssen. Dabei sollte der Fokus auf solche Regionen gelegt werden, in denen trotz vorhandener staatlicher Betreuungssysteme die Einschlagstätigkeit im Privatwald unterdurchschnittlich ist.

 

 

Lage der Projektgebiete

Die Durchführung der Mobilisierung sollte dabei so erfolgen und dokumentiert werden, dass man durch die gewonnenen Erkenntnisse zukünftige Mobilisierungen auf gleiche Weise in anderen Regionen durchführen kann.

Ein Projektgebiet lag in der sächsischen Lausitz. Diese Region liegt im Flachland, ist Kiefern dominiert und zeichnet sich durch mäßige Vorrats- und Zuwachsverhältnisse aus. Sie repräsentiert typische nordostdeutsche Verhältnisse.

Die andere Projektregion spiegelt die Mittelgebirgsverhältnisse Südwestdeutschlands wider. Sie ist charakterisiert durch Fichte und Buche als Hauptbaumarten mit entsprechend hohen Vorräten sowie hohen Zuwächsen. Die Wahl fiel auf die Westeifel in Rheinland-Pfalz.

Projektziel

Projektregion Eifel

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Ungepflegter Bestand im Privatwald der Eifel. Im Rahmen des Projektes sollten Pflegerückstände aufgeholt werden

Rheinland-Pfalz ist mit 42% Waldanteil das waldreichste Bundesland Deutschlands. Zuwächse von 10 bis 12 m³/ha standen bis vor wenigen Jahren einem Einschlag von nur etwa 4 m³/ ha gegenüber. Bei einer Flächengröße von etwa 220.000 ha beträgt der jährliche Nettoholzzuwachs allein im Privatwald Rheinland-Pfalz 1,8 Mio. m³. Hierbei spielt der Privatwald mit einer Flächengröße <20 ha mit einem Anteil an der Gesamtprivatwaldfläche von 71% eine besondere Rolle. In den 15 Jahren zwischen der Bundeswaldinventur1 im Jahre 1987 und der Bundeswaldinventur2 im Jahre 2002 hat der Holzvorrat in dieser Eigentumsgrößenklasse in Rheinland-Pfalz insgesamt um 57% zugenommen. Er beträgt heute knapp 46 Mio. m³.

Projektregion Lausitz

Bestand in  der Lausitz
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Ungepflegter Kiefernbestand bei Hoyerswerda

Auch in den Wäldern der Lausitz gibt es hohe Holzvorräte, die heute nur zum Teil genutzt werden: Während die nachhaltig jährlich nutzbare Holzmenge auf 6 bis 8 m³ je Hektar geschätzt wird, werden zur Zeit voraussichtlich nur ca. 2 bis 3 m³ eingeschlagen.

Diese Potentiale liegen vor allem im Privatwald. Ihre Nutzung bedeutet zusätzliches Einkommen für die Waldeigentümer und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region. Sie waren u.a. Voraussetzung für den weiteren Ausbau einer leistungsfähigen Holzindustrie.

Im Rahmen der Projekttitels "Eifel Wald und Holz aktiv" bzw. "Lausitz Wald und Holz aktiv" wollten die beteiligten Organisationen Waldbauverein Bitburg e.V., Landesforsten Rheinland-Pfalz, bzw. FBG Brauna, Sachsenforst sowie das Consultingbüro Becker, Borchers, Wippel und der Holzabsatzfonds die privaten Waldbesitzer zu einer intensiveren Nutzung ihrer Wälder anregen.

Umsetzung

Die Umsetzung erfolgte im Rahmen eines integrierten Ansatzes unter Einbindung der entscheidenden Akteure aus dem Privatwaldbesitz, der Forstverwaltung, der Forstunternehmer und Dienstleister, der Holzindustrie und anderer beteiligter Gruppen.

Im Mittelpunkt standen die Waldbesitzer mit ihren Wünschen und Bedürfnissen. Im Rahmen des Projekts wurden die Optionen zur Nutzung des Waldeigentums analysiert und konkrete Vorschläge zu Organisation von Holzeinschlag und Holzverkauf erarbeitet.

Neben bewährten Lösungsansätzen wie sie z.B. durch die Landesforstverwaltung angeboten werden, wurden neue Konzepte unter aktiver Beteiligung der Privatwaldbesitzer entwickelt und realisiert. Bei der Umsetzung kamen moderne Planungs-, Kommunikations- und Logistiksysteme zum Einsatz.

Durch die Anfertigung einer Reihe von wissenschaftlichen Studien zu Arbeitsverfahren, Geografischen Informationssystemen und sozialempirischen Analysen konnten wertvolle Erkenntnisse in das Projekt einfließen.

 

Projektregion Eifel

In einem ersten gebündelten Vorgeben erfolgten Hiebsmaßnahmen im Winter 2005 / 2006 in der Gemarkung Schleid. Etwa 130 Waldbesitzer wurden angeschrieben und zu einer Mobilisierungsveranstaltung eingeladen. Auf etwa der Hälfte der Fläche konnte danach eine Pflegemaßnahme durchgeführt werden. In der Folgezeit wurden eine Reihe von weiteren Pflegemaßnahmen durchgeführt. Dieses System der gebündelten Erntemaßnahmen hat sich im Laufe der Zeit zu einem gängigen Verfahren entwickelt.

Parallel dazu wurde Landesforsten bei der Weiterentwicklung des Privatwaldinformationssystems WebGif unterstützt. Das Informationssystem WebGif wird permanent weiterentwickelt und soll in den kommenden Jahren - kombiniert mit einer Privatwaldinventur - die gezielte Ansprache und Information des Waldbesitzers weiter verbessern.

Projektregion Lausitz

Die Projektregion umfasste die ehemaligen Forstämter Weißkollm, Weißwasser, Kamenz, Hoyerswerda und Neschwitz. Heute liegt das ehemalige Projektgebiet in dem Forstbezirk Lausitz.

Für die Projektregion bzw. die beteiligten Privatwaldreviere wurden die notwendigen Informationsgrundlagen mit Unterstützung von Sachsenforst und durch eine direkte Ansprache der Waldbesitzer erarbeitet.

In einem ersten gebündelten Vorgehen wurde eine Hiebsmaßnahmen im Frühjahr 2006 durchgeführt. Viele weitere Maßnahmen folgten; diese wurden in enger Abstimmung mit den Betreuungsförstern umgesetzt. Eine gewisse Zäsur bedeutete der Sturm Kyrill, der zunächst die Aufarbeitung des sehr getrennt angefallenen Holzes notwendig machte. Erst in Folge konnte wieder zu einer Bündelung des Holzes durch gemeinschaftliche Ansprache der Waldbesitzer übergegangen werden.

Projektpartner

Holzabsatzfonds

 

Axel Krähenbrink

Tel.: 0228/30838-17

Fax.: 0228/30838-30

»Axel.Kraehenbrink@holzabsatzfonds.de


Becker, Borchers, Wippel

Bernd Wippel
Tel.:0761/59 00 610
»bernd.wippel@wippel.consulting.de


EWH Eifel Wald und Holz Management GmbH

Elmar Franzen
Tel.: +49 6561 - 964317
»franzen@ewh-bitburg.de


Landesforsten Rheinland-Pfalz

Winand Schmitz
Tel.: 02691/93 78 18
»winand.schmitz@wald-rlp.de


Sachsenforst

Bert Schmieder
Tel.: 0351/564 67 53
»Bert.Schmieder@smul.sachsen.de


Waldbauverein Bitburg

Johann Kohnen
Tel.:06561/44 09
»kohnen@wbv-bitburg.de


Waldgemeinschaft Brauna

André Ransch
Tel.:02691/93 78 18
»ransch@lausitz-wald.de