Motive und Typisierung von Waldbesitzern
In zunehmenden Maß wird der Mobilisierungserfolg von Holz aus dem Privatwald von einer gezielten Ansprache des Waldbesitzers abhängig gemacht. Die von vielen Wissenschaftlern und auch Praktikern beschriebene ‚Waldferne des Waldbesitzes’ erfordert eine spezielle Ansprache solcher Waldbesitzer oder Waldbesitzerinnen, die räumlich oder beruflich nicht mit der Forstwirtschaft verbunden sind.
Veranschaulichung unterschiedlicher Waldbesitzertypen
Beim größeren Privatwald und dem öffentlichen Wald sind die Zielsetzungen meist klar formuliert. Die Schwerpunkte können auf erwerbswirtschaftlichem Handeln, einer Naturschutzorientierung oder auch dem Angebot von Erholungsleistungen im städtischen Raum liegen.
Im Kleinprivatwald stellt sich die Situation anders dar: Während der eine Waldbesitzer regelmäßig nutzt, lässt sich der Nachbarwaldbesitzer auch durch hohe Holzpreise nicht zu einer Nutzung motivieren. Vielerorts werden künftige Zuwächse durch Unterlassen von Durchforstungsmaßnahmen verschenkt, während gleichzeitig so mancher sägefähige Stamm unter Wertschöpfungsverlust ins Brennholz wandert. Auch jagdliche oder Naturschutzmotive spielen bei der Nutzung oder unterlassenen Nutzung eine Rolle.
Die Verhaltensmuster können so vielgestaltig wie die kleinparzellierten Strukturen selbst sein. Erklärungen zu diesen unterschiedlichen Haltungen gegenüber dem Wald werden aus der Beschäftigung mit den Waldbesitzermotiven erwartet. Aus der Analyse der Motive sollen konkrete Empfehlungen zur Ansprache und zur Motivation von Waldbesitzern abgeleitet werden.











