Nutzungsblöcke im Detail

 

Aus der Praxis: Mobilisierungsblock Schleid, Eifel

[Nr. 1.1]

Inhalt

Im Rahmen des Holzabsatzfonds-Mobilisierungsprojektes in der Eifel [1] wurde im Jahr 2005 ein erster Mobilisierungsblock in der Gemarkung Schleid bei Bitburg gestartet. In persönlichen Anschreiben, bei einer Waldbesitzerversammlung, in Einzelgesprächen vor Ort und durch Veröffentlichungen in der Fachpresse wurden alle Waldbesitzer eines zuvor ausgewählten Gebietes angesprochen. Die Nutzungen erfolgten Ende 2005 und Anfang 2006. Im Nachgang der Nutzung wurden die Flächen mit Privatwaldvertretern besichtigt und die Zufriedenheit mit der Maßnahme empirisch erhoben [2].

Ergebnisse

In einer ersten Ansprache konnten ca. 30 % der Waldbesitzer, durch eine wiederholte Ansprache ca. 50 % der Waldbesitzer für eine Teilnahme gewonnen werden.

Fazit

Die Form der gebündelten Ansprache für die Waldbesitzer war neu; daher die Skepsis zu Beginn eher groß. Die gemeinsame und wiederholte Ansprache durch die Forstbetriebsgemeinschaft und die Landesforstverwaltung können als Erfolgsfaktoren der Holzmengenbündelung betrachtet werden.

Kontakt

Axel Krähenbrink, Holzabsatzfonds
E-Mail: »Axel.Kraehenbrink@holzabsatzfonds.de

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Aus der Praxis: Aus der Praxis: Mobilisierungsblock Hoyerswerda, Lausitz

[Nr. 1.2]

Inhalt

In einem fortlaufenden Verfahren wurde von 2006 bis 2008 in einem Mobilisierungsblock in der sächsischen Lausitz bei Hoyerswerda Holz im Kleinprivatwald eingeschlagen. Ausgehend von einer Kernzelle mit nur wenigen Waldbesitzern und einer Fläche von ca. 10 Hektar wird die Ansprache jeweils auf die anliegenden Nachbarn ausgedehnt. Unterbrochen von den Aufarbeitungsaktivitäten nach Kyrill wurde die Maßnahme 2008 fortgesetzt.

Ergebnisse

Der Waldbesitz in der Beispielregion ist eher städtisch geprägt, ohne intensiven Bedarf an eigener Verwertung in Form von Energieholz. Die Waldbesitzeinheiten sind i.d.R. ein bis mehrere Hektar groß. Dadurch konnte auch das wirtschaftliche Interesse der Waldbesitzer geweckt werden. Die Beteiligung lag in diesem 'rollierenden' Mobilisierungsblock bei 50 bis 80 % der Waldbesitzer.

Fazit

Es hat sich eine Aufgabenteilung bewährt, in der die staatlichen Privatwaldbetreuer die Waldbesitzer ansprechen und die Abwicklung und Abrechnung durch die lokale Forstbetriebsgemeinschaft durchführt wird. Es zeigt sich eine hohe Preisanfälligkeit der Mobilisierung. Bei sinkenden Holzerlösen sind neue Waldbesitzer oftmals nur schwer motivierbar, da das vorangegangene Niveau bekannt ist.

Kontakt

Axel Krähenbrink, Holzabsatzfonds
E-Mail: »Axel.Kraehenbrink@holzabsatzfonds.de

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Einzelnachweise

  1. Die HAF-Holzmobilisierungsprojekte in der Eifel und Lausitz
  2. Viergutz, M. (2006) 'Holznutzung im Kleinprivatwald der Westeifel: Information und Motivation als Voraussetzung der Mobilisierung', Diplomarbeit Universität Freiburg